Produkttest: Joveg Natural pet care – Pflegeseifen für Hunde

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Vor einiger Zeit durfte ich die Seifen von LindGrow ausprobieren, die unter dem Label joveg® seit 2005 natürliche Pflegeprodukte für Hunde und Pferde herstellen. Ich liebe Naturprodukte, ob für uns oder für meinen Hund, und habe mich deshalb sehr auf den Produkttest gefreut.

Einen Hund duschen – Muss das sein?

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Hin und wieder ist es einfach nötig, mein Fellknäuel in die Dusche zu stecken. Für mich gibt es verschiedene Gründe, Lexie unter die Dusche zu stecken: Hartnäckiger Schmuck, Pollen, leichtere Kämmbarkeit, … Lexie geht sogar richtig gern in die Dusche: Sie liebt es, wenn das warme Wasser ihren Körper bedeckt und sie aus dem Wasserstrahl unserer Handbrause trinken kann.

 

Woraus bestehen joveg® Naturseifen?

joveg® Naturseifen sind handgemachte Seifen, die ausschließlich aus Natronlauge, lebensmitteltauglichen und ätherischen Pflanzenölen bestehen. Sie sind frei von Palmöl und tierischen Inhaltsstoffen. Sie werden in einem Kaltrührverfahren besonders schonend hergestellt. Durch dieses Verfahren bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Da die Seifen keine Zusatzstoffe enthalten, sind sie auch für empfindliche Hunde geeignet. Bei der Entwicklung der Seifen wurde LindGrow durch Tierärzte und Tierheilpraktiker begleitet.

Seifen für jede Gelegenheit

Neben den vier Seifen, die ihr auf dem ersten Bild seht, gibt es bei joveg® noch weitere Seifen für Hunde: juckreizlindernde bei Ekzemen, antimykotische bei Pilzbefall oder auch antiseptisch und desinfizierend wirkende gegen Parasiten wie Milben und Flöhe. Die Seife Après Plaisier ist perfekt, wenn eure Hunde sich auch gern während des Spazierengehens in duftenden Hinterlassenschaften anderer Tiere wälzen … Sie neutralisiert Gerüche … Hier findet ihr das gesamte Seifensortiment von joveg®.

Produkttest: Hundeseife-Sensible von joveg®

Die erste Seife, die ich ausprobieren wollte, war Hundeseife-Sensible. Wie alle Seifen, die ich zum Testen erhalten habe, hat diese einen angenehmen Geruch. Nicht zu aufdringlich, eher sanft.

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Die Hundeseife für sensible Hunde hat mich sofort angesprochen, da Lexies Haut bisher sehr empfindlich auf Shampoos reagiert hat. Diese milde Seife besteht aus reinem, hochwertigen Kokosöl und Olivenöl und wurde extra für empfindliche und allergische Hunde entwickelt. Die beiden natürlichen Öle sind bekannt für ihre heilende Wirkung:

Die in dem Kokosöl enthaltende Laurinsäure wirkt antibakteriell und schützt die Haut. Das Öl schenkt der trockenen Haut zudem Feuchtigkeit und beruhigt sie dank seiner entzündungshemmender Wirkung.

Olivenöl ist deshalb ideal für empfindliche Haut geeignet. Das Öl desinfiziert und schützt die Haut vor dem Austrocknen.

Überraschend einfach: Der Hund wird eingeseift

Zunächst war ich etwas skeptisch, wie ich Lexie mit einer harten, viereckigen Naturseife einschäumen soll. Aber das ging leichter als gedacht. Nachdem die Seife angefeuchtet und das Fell komplett nass war, konnte ich den Körper gleichmäßig mit dem Seifenstück einmassieren. Für die Beinchen habe ich die Seife in meinen Händen verteilt. Bei ihren dünnen Stecken war das einfacher. Insgesamt lässt sich die Seife sehr gut und vor allem schnell verteilen. Für Hunde, die nicht gern baden, ist das natürlich perfekt. Außerdem ist sie sehr ergiebig. Die 100 g Seife, die man bei LindGrow erhält, hält garantiert eine gefühlte Ewigkeit.

Ausspülen: Schnell und ohne Rückstände

Da Lexie immer schnell friert, habe ich die Seife trotz Empfehlung nicht einwirken lassen. Das war aber auch nicht notwendig, wie sich beim Kämmen rausstellte. Dazu unten mehr. Das Herausspülen der Seifenreste war innerhalb von kürzester Zeit vollbracht, was vor allem meinen Rücken freute. Dann habe ich Lexie abgetrocknet und vor den Kamin gelegt, da ausgerechnet an diesem Tag unser Fön den Geist aufgab. Aber da Lexie das heiße Feuer liebt und problemlos dort liegenblieb, war es okay.

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Kämmbarkeit nach dem Duschen mit einer joveg® Pflegeseife

Wow! Das war mein erster Gedanke, nachdem ich Lexie am nächsten Tag kämmte. Das Fell war so weich, dass ich am liebsten die ganze Zeit nur mit dem Finger durchgefahren wäre. Total kuschelig! Und das Beste daran war, dass es sich so einfach kämmen ließ wie noch nie. Das merkte sogar Lexie, denn schon nach kurzer Zeit entspannte sie sich und ließ sich widerstandslos kämmen. Dabei döste sie fast ein …

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Kurz darauf waren wir im Urlaub. Da Lexie dort und Zuhause über mehrere Tage krank war und ich sie in dieser Zeit nicht gekämmt hatte, erwartete ich Knötchen ohne Ende, die sich in meiner Bürste verfangen würde. Ich stellte mich schon auf das Schlimmste ein … ABER: Nix da. Ein paar wenige Verfilzungen am Ohr und am Bein. Ansonsten glitt meine Bürste angenehm leicht durch das Haar.

Aufbewahrung: Ich lasse die Seife komplett trocknen und lege sie dann in einen Seifenbeutel.

Fazit: 5 von 5 Sternen – also äußerst empfehlenswert

"Liebe Grüße,

Denise

Havi-Eltern gesucht! Amani sucht noch ein Zuhause

Hallo ihr Lieben,

es ist noch gar nicht so lange her, als ich euch von Jeanettes ersten Wurf erzählte. In meinen Interviews mit Jeanette habe ich eine wunderbare, verantwortungsbewusste Züchterin kennengelernt. Da momentan noch ein Havavaneserwelpe ein tolles Zuhause sucht, möchte ich euch den süßen Amani kurz vorstellen. Amani wohnt zusammen mit seinen Geschwistern in Herten, im Ruhrgebiet.

 

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(c) Jeanette Kühn Cupa Cubana´s Havaneser


Armani (oben) wurde am 11.02.2017 um 07:08 Uhr mit einem Gewicht von 166 gr. in der Farbe rotzobel geboren.

Ich habe Jeanette gebeten, ihn zu beschreiben – sie kennt ihn ja am besten :-):

„Amani ist ein wunderbarer kleiner Kerl, der einfach nur lieb ist! Er ist der Charmeur und weiß, wie man seine Menschen um den Finger wickelt 🙂 er hat einen unwiderstehlichen Blick und ist einfach wunderbar…. Ich würde ihn den Gemütlichen nennen, obwohl er natürlich genau so ein kleiner Rabauke sein kann wie alle anderen.

Hier könnt ihr euch das liebevoll geführte Welpentagebuch anschauen. Und in den Interviews, die ich mit Jeanette führen durfte, bekommt ihr einen Einblick in ihre Zucht.

Gefällt euch der kleine Amani? Dann meldet euch doch bei Jeanette. Hier geht es zur Homepage.

Liebe Grüße,

Denise

 

Welpenalarm! Der erste Wurf bei Cupa Cubana´s Havaneser

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(c) Cupa Cubana´s Havaneser

Hallo ihr Lieben,

erinnert ihr euch noch an das schöne Interview mit Jeanette Kühn von den Cupa Cubana’s Havanesern? Vor einigen Monaten hat sie uns ihre kleine Havaneserfamilie vorgestellt. Damals sprach sie mit mir über ihre zukünftige Verantwortung als Züchterin und was ihr bei einer Zucht besonders am Herzen liegt. Sehr beeindruckt hat mich, dass Jeanette sich so intensiv und umfassend auf ihre Zucht vorbereitet hat. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass wieder mehr verantwortungsvolle Menschen wie Jeanette züchten.

(Vor einigen Wochen traf ich eine Frau beim Spazierengehen, die nach einer Havaneserhündin suchte, damit ihre Havaneserüden „mal Babies“ bekommen. Null Ahnung von Nichts, aber Hauptsache „mal Babies“ in die Welt setzen. Sie wollte mein zartes Pflänzchen Lexie dazu nehmen!)

Bisher hatte sich Jeanette theoretisch auf ihre Zucht vorbereitet. Doch am 11.Februar 2017 war es endlich soweit: Ihre Zuchthündin Eila hat vier kerngesunde, kräftige Havaneserwelpen (zwei Jungs, zwei Mädchen) zur Welt gebracht! Die kleinen wogen gerade einmal zwischen 166 und 204 Gramm.

Ich habe natürlich die Gelegenheit genutzt, Jeanette um ein Update zu bitten 🙂 In den nächsten Wochen wird der Post dann noch mit neuen Fotos von den zuckersüßen Welpen gefüllt 🙂

Die Welpen heißen: Amani, Alevio Alf, Aivi und Amia.

 

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(c) Cupa Cubana’s Havaneserzucht

 

Jeanette, wie hast du die Geburt erlebt?

Die Geburt war für uns alle unglaublich spannend und aufregend. Für mich wahrscheinlich am meisten :-). Ich habe gebetet und gehofft, dass alles reibungslos und ohne Komplikationen klappt und dass Eila alles super meistert. Und so war es am Ende auch! Eila hat in nur zwei Stunden und ohne Probleme ihre vier Babys auf die Welt gebracht und war vom ersten Moment instinktiv eine perfekte Mama <3. So eine schöne, kurze und reibungslose Geburt wünsche ich mir für all die Würfe die noch kommen werden!
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Wie fühlt es sich an, das erste Mal so kleine Würmchen im Haus zu haben?
Welpen sind einfach wunderbar, von Anfang an :-). Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, die winzig kleinen Mäuse auf der Hand halten zu können. Sie sind noch so zerbrechlich und man hat Angst sie falsch zu berühren. Aber wenn man das sieht, wie die Mama die Kleinen putzt und sauber leckt und sie dabei ordentlich durchschüttelt, ist man schon ein wenig sicherer, dass die Babys nicht gleich durchbrechen wenn man sie berührt :-).
Die Zeit mit den Welpen ist aufregend, spannend und jeden Tag aufs neue herrlich lustig…. und sie rennt. Die kleinen Mäuse wachsen rasend schnell und lernen jeden Tag neue wichtige Dinge. Wir sind sehr stolz auf unsere Eila und ihre Babys und erfreuen uns täglich an dem neuen kleinen Leben in unserem Haus.
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Wie macht sich Eila als Mama?
Unsere Eila ist eine ganz wunderbare Mama. Sie ist liebevoll und weiß instinktiv wie sie mit den Babys umgehen muss. Sie ist sehr stolz auf die Mäuse und möchte sie immer gern herzeigen :-). Sie passt sehr genau auf, was die Babys so machen und zählt auch immer wieder genau nach, ob auch alle da sind :-). Wenn wir eines der Babys aus der Wurfkiste nehmen, ist sie sofort zur Stelle und schaut genau hin, was denn mit ihrem Schatz gemacht wird.
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Cupa Cubana’s Havaneserzucht

 

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(c) Cupa Cubana´s Havaneser
Was war bisher dein schönster Moment?
Der bisher schönste Moment…. es gibt glaube ich keinen einzelnen oder es sind einfach zu viele Momente die wunderbar waren und sind. Angefangen von der Geburt des ersten Babys, die reibungslose Geburt, Eila als wunderbare Mama, Die Babys die mit dem krabbeln und laufen beginnen, die Äuglein die nach und nach aufgehen, das Mama und Babys gesund und munter sind. All das sind Momente, die wunderbar und einfach perfekt sind. Da nun den schönsten aller Momente rauszusuchen….. ist für mich unmöglich :-). Ich bin jeden Tag aufs Neue überglücklich, das alles miterleben zu dürfen und daher ist auch jeder neue Tag der bisher schönste Moment für mich.
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Liebe Jeanette, ich danke dir, dass du dir Zeit genommen hast, über euren ersten Wurf zu berichten!
Hier könnt ihr übrigens das Welpentagebuch des A-Wurfes der verfolgen! Schaut doch mal rein!
Liebe Grüße,
Denise


Ihr Tier. Ihr Juwel! – Mein Herz

Hallo ihr Lieben,

im September habe ich euch in einem Interview Frau Beckmann vorgestellt, die aus Tierhaaren wunderschönen Schmuck herstellt. Erinnert ihr euch?

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(c) Susanne Beckmann von Ihr Tier. Ihr Juwel.

Was ich euch noch gar nicht gezeigt habe, ist das, was Frau Beckmann aus Lottis Haaren gezaubert hat! Ich habe dieses wunderschöne Stück bereits eine ganze Weile: ein festes, kleines Herz, ein Handschmeichler, den ich gern im Vorbeigehen anfasse 🙂 Das Herz steht in einer passenden kleinen Schachtel neben Lottis Bild.

Dass ich euch nicht nur vor Frau Beckmann Schmuckstücken berichten, sondern selbst eines besitzen wollte, war mir natürlich schon vor dem Interview klar. Immerhin lagerte Lottis Haar bis dato, eingeschlossen in einer Tüte, in einem Karton. Was für eine Verschwendung!
Ich war mir auch relativ sicher, für welches Schmuckstück ich mich entscheide … doch ihr glaubt gar nicht, wie schwer es war, diese Haare abzuschicken! Immerhin sind es die einzigen, die letzten Haare, die ich von meinem Hund habe!

Zunächst einmal hatte ich Angst, dass die Haare nicht ankommen. Frau Beckmann beruhigte mich dahingehend und gab mir den Tipp, ein Einwurfeinschreiben zu wählen. Doch dann nagte der Zweifel an mir, was mit Lottis Haaren geschieht. Wird mir das Herz gefallen? Was ist, wenn es mir nicht gefällt? Werden Lottis Haare ausreichen? Sind sie nicht viel zu verfilzt? Solche und weitere Fragen schossen mir durch den Kopf, nachdem ich den Auftrag erteilt habe.

Irgendwann konnte und wollte ich es nicht mehr herauszögern. Augen zu und durch 😉 Dummerweise habe ich tatsächlich vergessen, den Brief als Einschreiben loszuschicken … aber alles ging gut!

Und es dauerte gar nicht lange, da erhielt ich bereits einen Umschlag zurück. Aufgeregt öffnete ich ihn und war so erleichtert! Meine ganzen Zweifel waren -natürlich- unbegründet. Frau Beckmann hat mir eine riesige Freude gemacht und eine großartige Arbeit vollbracht. Sie hat darauf geachtet, dass Lottis charakteristische grauschwarze Strähnchen im der Arbeit abgebildet werden. Das ist ihr gelungen, nicht wahr?

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Außerdem wurde Lotti in diesem zarten kleinen Schutzengel verewigt. Schön, nicht wahr?

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An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank und weiterhin viel Erfolg mit Ihrer Arbeit, Frau Beckmann!

Liebe Grüße,

Denise

Weitere Infos zu Frau Beckmann Arbeit findet ihr in meinem Interview oder auf Frau Beckmanns Homepage.

Havi-Mix Gina – eine kleine Kämpferin lernt laufen

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich heute mit einem Artikel zurück, in dem es um eine kleine Kämpferin geht: Gina ist eine kleine Havi-Mix-Dame, die seit einem Unfall ihre Vorderbeine nicht mehr nutzen kann. Und zwar nur aus einem Grund: Weil ihr nicht geholfen wurde. Doch dank lieber Menschen hat Gina vor wenigen Monaten endlich wieder laufen gelernt: mit einem Rollstuhl für Hunde.

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Viele haben gesagt, dass es besser wäre, sie zu erlösen. Viele haben gesagt, dass sie leiden würde, dass das kein Leben sei: ein Hund, der nicht gehen kann, der getragen werden muss. Aber es gab auch die, die an sie geglaubt haben. An Gina, an ein kleines Havanesermixmädchen, das in seinem kurzen Leben mehr Leid erfahren musste als manch anderer. Doch ihr Lebenswillen war größer …

Das Schicksal hat Gina nach Monaten des Kummers und der Schmerzen in ein neues Zuhause geführt. In ein Zuhause, in dem sie leben und über sich hinauswachsen darf. In dem ihre Wunden heilen. In dem ein kleines Wunder geschieht. Ein Wunder? Ja, denn Gina ist zwar behindert und wenn es nach einigen Menschen gegangen wäre, nicht mehr am Leben. Doch die kleine Maus hat ein Kämpferherz, genau wie Angela und Udo, die sie bei sich aufgenommen und sie pflegen. Und nun, nach viel viel  Arbeit, Zeit und Geduld ist es soweit: die kleine Gina kann spazieren gehen! Mit einem Rollstuhl!

Aber von vorn. Udo hat mir Ginas Geschichte erzählt:

Ginas traurige Geschichte

Gina wurde im April 2016 in einem Tierheim in Norddeutschland abgegeben. Ihre Vorderfüßchen waren zu diesem Zeitpunkt bereits verkrüppelt und steif. Um vorwärts zu kommen, musste sie robben. Wie anstrengend das für die kleine Hündin sein musste, kann sich jeder vorstellen. Der Tierarzt fand schnell heraus, dass Gina einen schweren Unfall gehabt haben musste und dabei nicht versorgt wurde!


Könnt ihr euch das vorstellen? Gebrochene Knochen, zertrümmerte Gelenke, gerissene Bänder, Nerven, Sehnen – und niemand hilft dem armen Hund? Wie sehr muss Gina gelitten haben? Ich mag es mir gar nicht vorstellen … By the way: diese Tierquälerei fand in Deutschland statt! Nicht im Ausland, sondern hier, vor unserer Tür. Die Staatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile. Hoffen wir, dass die Schuldigen gefunden werden … Jedenfalls sagte der Tierarzt, dass Gina sogar nach einem solch schweren Unfall hätte laufen können – hätte man ihr rechtzeitig geholfen!

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(c) U. Rauch

Durch eine Anzeige haben Angela und Udo, die seit Jahren aktive Tierschützer sind, von Gina erfahren. Bereits zwei Tage nach Ginas Einzug im Tierheim besuchten sie die kleine Havimixdame.

Beide waren sich sofort einig, dass sie ihr helfen würden. Ein Glück für Gina, denn die Bedingungen in einem Tierheim sind für einen behinderten Hund alles andere als optimal: es bleibt keine Zeit, um sich um die Bedürfnisse eines solch pflegeintensiven Hundes zu kümmern. Der harte, kalte Steinboden hatte bereits Blutergüsse an den kaputten Beinchen verursacht. Zudem ist es in einem Außenzwinger bei frostigen Nächten sehr kalt.

Schließlich wurde Gina zu Angela und Udo nach Hause und damit in eine neue Zukunft entlassen. Ein kleines Häufchen Elend von 2,3 kg, das bisher kein festes Zuhause kannte und mit Schmerzen leben musste.

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(c) U. Rauch

Ginas Therapie – Eine Herausforderung

Die Liebe ihrer neuen Adoptiveltern hilft Gina, das Erlebte zu verarbeiten. Liebe ist die wichtigste Medizin für ein Lebewesen, das bisher nur Grausamkeit erfahren hat. Ein Hund, der wie Gina nur Leid erfahren musste, muss erst einmal Vertrauen gewinnen und sich einfügen. Mit ihrer Liebe konnten Udo und Angela aber bereits nach wenigen Wochen erste Erfolge vermelden. Gina begann, ihnen zu vertrauen und sich in ihrem neuen Zuhause wohlzufühlen.

Doch nicht nur Ginas Psyche musste aufgebaut werden: damit Gina weitgehend schmerzfrei leben konnte, musste eine Therapie für sie gefunden werden.

Keine OP möglich

Angela und Udo haben in den folgenden Wochen viele Meinungen eingeholt. Spezialisten aus verschiedenen Institutionen haben Gina eingehend begutachtet. Jedoch haben die Experten eine OP fast einstimmig abgelehnt – zu schwer waren Ginas Verletzungen, um noch etwas ausrichten zu können.

Die Pfötchen sind schwer verletzt und können nicht belastet werden. Die Knochen der Unterschenkel sind an den zertrümmerten Ellenbogen vorbei in den Oberschenkel hinein geschoben. In dieser Lage sind sie bereits versteift und verknöchert.

Mit Physio werden Haltungsschwächen korrigiert

Ein weiterer Faktor, um Ginas Leben zu erleichtern, ist die Physiotherapie. Das Ziel der Physio ist, die Muskulatur an den richtigen Stellen aufzubauen und Ginas Haltungsschwächen zu behandeln. Durch ihre funktionsuntüchtigen Vorderbeine kann Gina nicht aufrecht stehen und befindet sich in einer ungünstigen Schonhaltung. Diese wirkt sich wiederum negativ auf ihre Muskulatur aus. Das Training ist auch deshalb so wichtig, damit sie genügend Kraft hat, um im Rollstuhl zu laufen.

Nachdem die erste Physiotherapeutin und Gina keine gemeinsame Basis gefunden haben, ist Gina nun bei einer Therapeutin in Behandlung, die sich mit gehandikapten Hunden auskennt. Und die Chemie stimmt! Gina ist ihr gegenüber aufgeschlossen und macht die Übungen angstfrei mit. Mittlerweile geht Gina nun zweimal in der Woche zur Physio. Zu ihrer Therapie gehören das Ausbalancieren auf einem Wackelbrett,  Haltungsübungen, Muskelaufbautraining durch gezielte Übungen und natürlich das Üben mit dem Rolli!

Nach und nach ist mit dem Muskelaufbau auch Ginas Selbstvertrauen gewachsen. Wie ihr auf dem folgenden Video (leider konnte ich es nicht einbinden …) sehen könnt, hat Gina jede Menge Spaß am Strand! Im weichen Sand ist es ihr möglich, sich selbstständig auf ihren Unterschenkeln fortzubewegen. Die Fortbewegung am Strand nicht nur Balsam für die Seele, sondern auch ein wichtiges Training für die Muskeln.

Ein Rollwägelchen für Gina

Aufgrund ihrer schweren Behinderung ist es Gina nicht möglich, ‚normal’ spazieren zu gehen. Glücklicherweise gibt es heutzutage die Möglichkeit, behinderten Hunden mit Hilfe eines individuell angepassten Rollwagens zu helfen.

So begann Mitte 2016 die Suche nach einem passenden Rollwägelchen für Gina. Die Suche gestaltete sich zunächst als schwierig, denn in Deutschland gibt es diese Spezialwagen nur für den hinteren Bereich. Doch da Gina einen Vorderradrolli benötigt, endete die Suche schließlich bei einem Hersteller in den USA, Eddie’s Wheels.

Glücklicherweise gibt es hier in Deutschland einen Physiotherapeuten, der eng mit dem Hersteller Eddie’s Wheels zusammenarbeitet und die Anpassung und Einweisung vornimmt.

Im September war es endlich so weit: nach einer längeren Wartezeit, kam endlich Ginas Rollstuhl bei Udo und Angela an!  Der Rollstuhl wurde dank der Spenden von lieben Menschen aus drei Havaneserforen finanziert und extra für Gina in den USA angefertigt. Er wiegt gerade einmal 900 g und besitzt zwei Räder, die leicht angeschrägt zueinander stehen. Ein Physiotherapeut in Deutschland, der eng mit dem Hersteller zusammenarbeitet, hat die Anpassung und Einweisung vorgenommen.

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(c) U. Rauch

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Bei der ersten Anprobe wollte sich Gina das fremde Ungetüm gar nicht anlegen lassen. Woher sollte sie auch wissen, dass sie damit bald durch die Gegend sausen könnte? Mit viel Einfühlungsvermögen, Zeit und Training legte Gina ihre Angst ab und ließ sich den Rolli anlegen.

Schnell stellte sich heraus, dass dieser Rollwagen aufgrund eines Messfehlers nicht hundertprozentig passte. Der Hersteller in den USA bemühte sich schnell darum, Gina einen neuen Rolli zu fertigen. Bis zu seiner Ankunft Mitte Oktober übten Udo und Angela mit Gina das Anlegen des Rollwagens.

Schließlich war es soweit: Nach dem Eintreffen des neuen Wagens konnte das erste Rollitraining bei der Physiotherapeutin stattfinden. Eine Kraftanstrengung und wirklich harte geistige Arbeit, denn Gina muss die Hinterbeine zum Laufen nutzen und gleichzeitig mit dem Oberkörper lenken. Stück für Stück, Schritt für Schritt gelingt es Gina, den Rolli in den Griff zu bekommen.

Ein kleines Wunder am 1. Advent

Am 1. Advent konnte Gina dann bereits ihren ersten längeren Spaziergang machen! Was muss das für ein Gefühl für so einen quirligen Zwerg sein? Bisher wurde sie durch die Welt getragen – und plötzlich durfte sie selbst mit dem Rolli die Wege und Wiesen erkunden!

Schaut euch auf Udos Videos an, wie glücklich sie ist! Wer sagt jetzt noch, dass Gina besser erlöst worden wäre? Sie strahlt, trotz Handicap, eine ungeheure Lebensfreude aus, nicht wahr?

 

Gina und ihre Adoptiveltern sind ein wunderschönes Beispiel dafür, dass man auch aus einer scheinbar ausweglosen Situation wieder herauskommen kann. Dass es sich lohnt, für etwas zu kämpfen. Dass man mit Liebe und viel Zeit und Geduld Dinge erreichen kann, die man sich wünscht. Gina ist eine Kämpferin!

Ginas Schicksal hat mich sehr berührt. Deshalb habe ich mich entschlossen, euch von ihr zu erzählen. Ich möchte regelmäßig von ihr berichten, denn ihre Fortschritte und ihre Lebensfreude machen Mut!

Ein kleiner Spendenaufruf:

Ohne die finanzielle Hilfe von vielen Forenmitgliedern wäre Ginas Genesung sicher schwieriger geworden, denn die regelmäßigen Arztbesuche, Therapiestunden und der Rolli kosten viel Geld.

Wenn ihr mögt, könnt auch ihr Gina unterstützen, denn sie wird noch lange auf ständige Physiotherapie und Behandlung bei Spezialisten angewiesen sein. Für Gina wurde ein Treuhandkonto eingerichtet, das ausschließlich für ihre Therapie genutzt werden kann.

Spendenkonto THK Gina
Landessparkasse zu Oldenburg (LzO)
IBAN: DE08 2805 0100 3791 4281 41

Vielen Dank, dass ihr Ginas Geschichte gelesen habt!

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Eine etwas andere Hundezucht – Miniaturhunde von Andrea Cursiefen / Domherrenbären

Miniaturhunde von der Künstlerin Andrea Cursiefen

Hallo ihr Lieben,

nach langer Zeit möchte ich mich heute mit einem wunderbaren Interview und Geschenktipp bei euch zurückmelden. Eigentlich sollte der Artikel bereits im November erscheinen, aber die letzten Wochen waren irgendwie … vollgepackt. Wenn ihr aber noch einen Gutschein für einen lieben Hundemenschen oder für euch selbst sucht, komme ich gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten mit dem Artikel um „die Ecke“ :-).

Ich möchte euch heute die Miniaturhunde von Andrea vorstellen. Ich sah sie zum ersten Mal vor ein paar Wochen in einem Forum. Ein Forenmitglied hatte Andrea beauftragt, ihre Havaneserhündin, ihren Seelenhund, abzubilden. Andrea fertigt seit 1993 Teddybären. Später begann sie, selbst Schnittmuster zu entwerfen und Hunde zu nähen. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, sehen die Hunde wie eine kleine Kopie des jeweiligen Modells aus. Ganz verliebt bin ich in diesen süßen Mininäschen und Miniäuglein 😀 Andrea steckt so unglaublich viel Liebe und Leidenschaft in ihre Arbeit, dass man diese schon beim bloßen Anschauen der genähten Hunde sehen kann. Genau deshalb möchte ich euch heute Andreas Arbeit etwas näher vorstellen. Übrigens könnt ihr bei Andrea auch hochwertige, wunderschöne Halsbänder und Leinen nach euren Wünschen bestellen 🙂

Viel Spaß beim Lesen!

Denise

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Andrea, seit 1993 fertigst du Teddybären und andere Tiere. Und zwar von A bis Z, also vom Schnittmuster bis zum fertigen Tier. Du bist darin sogar so gut, dass du bereits Preise gewonnen hast! Wie und wann bist aber du auf die Idee gekommen, auch Hunde zu nachzubilden?

Das ging eigentlich recht zügig. Nachdem ich mich zunächst mit den Teddys  beschäftigt hatte, kam ich auf die Idee, dass Hunde ja auch möglich sein sollten. Die Schnittmuster die damals auf dem Markt waren, haben mir nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. So probierte ich selber meine eigenen Schnittmuster zu entwerfen. Das klappte schon recht gut, aber Frau will sich natürlich weiter entwickeln. 🙂
So  ergab sich die Gelegenheit an   Schnitt- und Design – Kursen teilzunehmen. Ich lernte meinen eigenen Schnittmuster zu entwerfen. Sowohl für den klassischen Teddybären als auch für realistische Bären. Daran angeschlossen folgte der für Hunde. Das war 2008. Meine damalige Hündin Jule war mein Werkprojekt des Onlinekurses. Das Schnittmuster allein ist natürlich nicht alles. Es muss erst mal umgesetzt werden. Da fließen dann neben sorgfältiger Näharbeit einige Techniken ein. In der Beziehung lernt man nie aus und sucht ständig nach guten und neuen Lösungen an ein möglichst perfektes Ziel zu kommen.

 

Du bist gelernte Tierarzthelferin. Inwiefern hilft dir das Wissen aus deinem Beruf bei der Herstellung der Hunde?

Es hilft in sofern, dass ich  Anatomiekenntnisse habe.  Dadurch, dass ich sehr viel mit Tieren gearbeitet habe, weiß ich wie sie sich bewegen. Das fließt in die Schnittentwürfe ein. Natürlich müssen die Proportionen stimmen und dann gilt es noch das ein oder andere zu beachten um das alles Dreidimensional zu einem fertigen Tier umzusetzen.

Was sind die Herausforderungen bei der Herstellung der Hunde?

Meine Herausforderung besteht darin das Tier was ich herstellen möchte, möglichst genau abzubilden. Eine gute Verarbeitung und die möglichst realistische Bewegung ist mir dabei wichtig. Vieles steht und fällt mit der Beschaffung des geeigneten Fells. Es gibt so viele Rassen mit verschiedenen Fellarten und Haarlängen. Es ist nicht immer einfach, das passende zu finden. Manchmal muss ich da auch improvisieren. Das bedeutet z. B., dass Felle müssen gefärbt werden.

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Du arbeitest dabei auch nach Fotos. Ich kann mir vorstellen, dass es für Hundebesitzer großartig ist, ihren Hund in Miniaturform zu besitzen. Gerade dann, wenn die Tiere bereits älter sind. Welche Rückmeldungen bekommst du?

Ich bekomme durchweg positive Rückmeldungen. Das freut mich natürlich sehr. Für viele Hundebesitzer ist es ein schönes Gefühl ihren geliebten Hund in Miniatur für immer bei sich zu haben. Aber es gibt auch Tierbesitzer, die gerade das nicht möchten. Auch das kann ich verstehen und akzeptiere es. Das ist wirklich eine ganz persönliche Entscheidung.

 

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Miniaturcocker: Toll, diese Ähnlichkeit! (c) A. Cursiefen

Aus welchen Materialien sind die Hunde? Könntest du beispielsweise Havaneserhaare bei der Herstellung zu nutzen?

Die meisten Hunde die ich fertige sind aus Mohair. Aber auch Alpaca oder Edelplüschstoffe kommen zum Einsatz. Eine hochwertige Qualität ist mir dabei sehr wichtig. Dafür muss ich bei der Beschaffung oft tief in die Tasche greifen. Der Versuch Havaneserhaare bei der Herstellung mit einfließen zu lassen, ist leider nicht zu meiner Zufriedenheit gelaufen. Darum biete ich das nicht an. Aber wer weiß, wenn ich irgendwann doch noch die durchschlagende Idee habe das qualitativ hochwertig anbieten zu können, werde ich das natürlich machen.

Wie lange dauert die Herstellung eines Hundes und was benötigst du von den Hundebesitzern? Es ist ja wirklich eine unglaublich filigrane Arbeit …

Ich benötige gute Fotos von den Hunden die ich nachbilden soll. Dabei geht es sowohl um die Körperform als auch um die Farbgebung. Die Hundewelt ist ja recht bunt 🙂

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(c) Andrea Cursiefen

Wie lange es dauert hängt immer von der aktuellen Auftragslage und dem Arbeitsaufwand ab. 

Ich versuche es immer möglichst zeitnah zu schaffen, weil ich weiß wie sehr man sich nach einem solchen Auftrag auf das fertige Werk freut.

Fertigst du alles selbst? Sogar die Nasen, Zähne, Halsbänder von den Hunden! Ist ja Wahnsinn, wie originalgetreu die Hunde im Detail aussehen!

Ich fertige fast alles selbst 🙂 Mohairstoffe weben und Glasaugen blasen kann ich noch nicht. 🙂 Diese  Materialien kaufe ich im Fachhandel. Nasen und Zähne werden individuell angefertigt. Da würden mich die fertigen Produkte die es zu kaufen gibt nicht glücklich machen. Die Pfoten werden durch Sculptieren plastisch. Die kleinen Halsbänder gibt es natürlich auch nicht zu kaufen. Da heißt es natürlich auch individuell anpassen.

Darf ich fragen, was ein Hund kostet?

Die Adoptionspreise für meine Kreaturen sind vom Arbeits- und Materialaufwand abhängig. Es geht los bei 65,00 €. Aber wenn so ein kleiner Havaneser mit offenem Mäulchen und Zähnchen ausgestattet wird, hat das natürlich einen höheren Preis. Dafür kommt er dann auch sehr beweglich mit Drahteinlagen in den Beinchen und einer Wirbelsäule daher.

Die Preise dürfen gern individuell bei mir angefragt werden. Ein Blick auf meine Homepage verschafft aber auch schon einen groben Überblick in welche Richtung es geht.

 

Deine Halsbänder und Leinen sind ebenfalls wunderschön und liebevoll gestaltet. Wann hast du damit begonnen?

Mit den Halsbändern und Leinen habe ich im Jahr 2010 begonnen. Irgendwann war Kathis und Niñas Kleiderschrank ziemlich voll 🙂 Da habe ich dann auf Anfrage auch für andere Hunde genäht.

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Aus welchen Materialien fertigst du deine Halsbänder?

Die Halsbänder sind aus 3 verschiedenen Materialien genäht. Da ist zum einen das Gurtband. Es dient zur Stabilität. Damit es hübsch aussieht nähe ich ein schönes Webband auf. Und damit es für den Hund angenehm zu tragen ist und das Fell nicht leidet, kommt eine Lederschicht darunter. Das ist besonders bei den langhaarigen Hunden wie den Havanesern ein großer Vorteil. So kann man doch dem bösen Filzteufel recht gut vorbeugen.

Gehst du auch auf individuelle Wünsche bei den Halsbändern und Leinen ein?

Selbstverständlich ! Jeder Hundebesitzer kann sich sein individuelles Halsband zusammen stellen. Sprich er sucht sich ein schönes Webband aus. Dazu die Farbe des Gurtbands und Leders. Auch ob es nun als Schlupfhalsband oder mit Klickverschluss kommt entscheidet der Hundebesitzer. Auch die Größe  wird natürlich individuell für jeden Hunde angepasst. Eine passende Leine gibt es auf Wunsch natürlich auch dazu. Wer seinen Hund lieber mit einem Geschirr ausstatten möchte – kein Problem.

In welcher Preislage liegen die Halsbänder in etwa?

Bei den Halsbändern geht es bei 16 € los. Auch hier lohnt sich wieder ein Blick auf meine Homepage. Selbstverständlich darf auch hier gern individuell angefragt werden.

Ich danke dir vielmals für das Interview und die zahlreichen Fotos!

Sehr gern ♥

Wenn ihr noch mehr über Andreas Arbeit erfahren möchtet (außer Hunde könnt ihr auch noch andere Tiere adoptieren :-), könnt ihr hier Kontakt mit Andrea aufnehmen:

E-Mail: a.m.cursiefen@t-online.de
Internet: www.domherrenbaeren.de 

 

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Kennt ihr schon die neue Auflage meines Havaneserbuches „Kubanischer Wirbelwind?“ Die zweite Auflage ist seit Juli 2016 erhältlich!

Mehr Seiten, mehr Themen, neue Bilder inklusive!

Jetzt für 21,90 Euro im Buchhandel!

Liebe Grüße,
Denise mit Alexa

Buchvorstellung: Jin Shin Jyutsu – Heilströmen für Hunde von Tina Stümpfig-Rüdisser

Buchvorstellung 

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Hallo ihr Lieben,

habt ihr schon einmal versucht, euren Hund mit euren Händen zu heilen? Es ist schon eine Weile her, da bin ich auf Jin Shin Jyutsu gestoßen. Jin – was? Ja, hört sich komisch an, aber es ist eine spannende Heilmethode, die auf den Japaner Jiro Murai (1886 – 1960) zurückgeht. Jiro Murai hat sich mit Hilfe des Jin Shin Jyutsu von einer lebensbedrohlichen Krankheit geheilt und widmete sich fortan der Erforschung dieser Heilmethode. Mary Burmeister, seine langjährige Schülerin, verbreitete das Wissen bis zu ihrem Tod 2008.

Jin Shin Jyutsu oder auch „Heilströmen“ fördert die physische wie psychische Gesundheit und stärkt unsere Selbstheilungskräfte. Bei dieser Heilmethode arbeitet man mit so genannten „Sicherheitsschlössern“ (SES), die sich in unserem Körper befinden. Hält man diese Punkte über einige Minuten, können Heilungsprozesse im Körper angeregt werden.

Übersetzt bedeutet Jin Shin Jyutsu:

„Die Kunst des Schöpfers durch den wissenden, mitfühlenden Menschen.“ 

Doch was dem Menschen hilft, kann auch für unsere Tiere heilsam sein. Und so fand schließlich ein Büchlein den Weg zu mir, das ich euch heute gern vorstellen möchte. Ich finde alternative Heilmethoden sehr spannend und deshalb werde ich euch zukünftig ganz sicher noch mehr vorstellen.

Jin Shin Jyutsu: Heilströmen für Hunde
Tina Stümpfig-Rüdisser
ISBN 978-3843412568
Schirner Verlag

Das Buch von Tina Stümpfig-Rüdisser ist ein kleiner Taschenratgeber, der einfache Griffe anhand von Fotos und Zeichnungen zeigt. Die Autorin ist seit vielen Jahren Jin Shin Jyutsu-Praktikerin und arbeitet sowohl mit Menschen als auch mit Tieren.

Der Inhalt:

Das Buch ist in 20 Artikel unterteilt. Zunächst erklärt die Autorin, was Jin Shin Jyutsu überhaupt ist und auf welche Weise die Heilmethode angewendet werden kann. Danach werden die Griffe und Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Heilströme vorgestellt, z. B. den Zentralstrom, den Energiestrom und die Betreuerströme, ebenso wie der Milzstrom, der Blasenstrom und der Magenstrom.

Alle Griffe werden sowohl auf drei Arten gezeigt, so dass man eigentlich nicht viel falsch machen kann:

  1. Auf der linken Seite befindet sich in der Regel ein gezeichnetes Hundeskelett, auf dem rote Punkte die Sicherheitsschlösser darstellen.
  2. Auf der rechten Seite werden die dazu passenden Handgriffe an einem Hund gezeigt.
  3. Zusätzlich gibt es eine Erklärung, welche Hand oder welcher Finger auf welchem Sicherheitsschloss gelegt werden muss.

Die Griffe für spezifische Beschwerden nehmen den Hauptanteil des Buches ein. Dabei geht es sowohl um physische wie auch um psychische Problem wie:

  • Ohrenentzündungen
  • Ohrmilben
  • Mundgeruch
  • Ekzeme
  • Schnupfen
  • Reizhusten
  • Geburtsvorbereitung und Geburtsschmerzen
  • Verletzungen und Notfälle
  • Muskelzucken
  • Lähmungen
  • Ängste
  • Unsicherheiten
  • Stubenreinheit
  • Misshandlungen
  • Aggression

uvm.

Die Liste ist wirklich lang und ich war überrascht, so viele Themenbereiche in diesem kleinen Buch zu finden. „Heilströmen für Hunde“ kommt ohne großartige Anleitungen aus, denn aus den Bildern erschließt man alles, was man für das Strömen benötigt.

Die Buchbindung:

Das Buch ist optisch sehr ansprechend, sowohl das Cover als auch der Innenteil sind aufwendig gestaltet. Normalerweise würde ich bei einer Rezension nicht auf die Bindung eines Buches eingehen. Doch hier möchte ich sie kurz anmerken, denn für Anfänger, die sich die Griffe noch nicht eingeprägt haben, ist die Buchbindung tatsächlich etwas nervig. Man kann die Seite nicht aufschlagen, die man benötigt, und dann das Buch so liegen lassen. Da man sich auf den Hund konzentrieren muss, ist das natürlich wichtig, dass das Buch nicht immer dann zufällt, wenn man überprüfen will, ob der Griff sitzt. Ich kann mir zwar helfen, in dem ich einfach einen Gegenstand auf das Buch lege, doch spätestens wenn mehrere Handgriffe bei einem Strom gefordert sind, bringt mir dies auch nichts. 😉

Also heißt es: die Griffe am besten verinnerlichen (was natürlich am besten ist, um vollkommen konzentriert zu arbeiten). Für ein Praxisbuch wie dieses wäre eine Ringbuchbindung angebracht, was aber letztendlich sicher zu teuer ist.

Fazit:

Wer gern vertiefende Einblicke in eine Heilmethode erhält, wird in diesem Büchlein keine ausreichenden Informationen finden. Die Autorin erklärt kurz und knapp, worum es geht und welche Heilgriffe für die jeweilige Erkrankung eingesetzt werden. Doch wer gern ohne großes „Geschwafel“ Neues ausprobiert, wird mit dem Buch zufrieden sein. Nach dem Lesen des Buches weiß man, was sich hinter Jin Shin Jyutsu verbirgt und wie man seinem Vierbeiner durch bestimmte Griffe helfen kann.



Das Buch in der Praxis:

Natürlich möchte ich auch von meiner Praxiserfahrung mit diesem Buch berichten. Ich kannte die Heilungsmethode bereits für Menschen. Da das Hundeskelett sich natürlich 😉 von unserem unterscheidet, brachte mir das Wissen nur insofern etwas, dass ich davon ausgehen konnte, dass sie wirklich anschlagen kann … wenn … ja, wenn der Hund mitmacht …

Die Auswahl des Heilstroms

Zunächst habe ich mir überlegt, welchen Heilstrom ich für Alexa anwenden könnte. Sie hat gerade keine akuten Beschwerden, doch da sie eine Patellaluxation Grad 1-2 hat, und wir durch Physio die Bänder und Sehnen stärken, kann eine Unterstützung durch Jin Shin Jyutsu nicht schaden.

Stärkung von Sehnen und Bändern (SES 4 und 22, S. 79) 

Zuvor empfiehlt die Autorin, eine „Erste Zentrierung“ durchzuführen, da  dieser Heilstromgriff zur Entspannung beiträgt.

1.Testdurchlauf: Strömen am Hund

Mein erster Testdurchlauf mit Alexa lief etwas schief, was aber natürlich nicht an dem Buch, sondern an mir selbst lag. Alexa ist, was neue Situationen, Bewegungen, was auch immer, betrifft, äußerst skeptisch und weigert sich dann, mitzumachen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf war ich etwas zu angespannt, was sich natürlich auf sie übertrug. Wir kamen also nicht sehr weit, denn weder sie noch ich waren entspannt und konnten uns auf einander einlassen.

2. Testdurchlauf: Strömen am Hund

Im zweiten Anlauf am nächsten Tag ging deutlich entspannter in unsere Heilstromsitzung. Ich wählte den Abend aus, weil es zu dieser Zeit bei uns am ruhigsten ist. Alexa ist ein kleiner Schmuser und so kraulte ich sie eine Weile, bis sie sich deutlich entspannte. Dann begann ich mit dem Auflegen meiner Hände an den Sicherheitsschlössern, die für die erste Zentrierung stehen.

Die Autorin empfiehlt einige Minuten zu strömen. Soweit kamen wir nicht, denn Lexie hatte keine Geduld und entfernte sich schon nach kurzer Zeit. Laut Autorin, zeigen Hunde an, wann es genug ist. Ich bin mir etwas unsicher, ob es schon ausreichte, oder ob Lexie einfach keine Lust mehr hatte, geströmt zu werden 😉 Das Kribbeln in den Händen, das die Autorin beschreibt und dass ich vom Strömen meiner Tochter bereits kenne, stellte sich nicht ein. Bänder und Sehnen haben wir nicht geströmt …

3. Testdurchlauf: Strömen am Hund

Nach einem Tag Pause probierte ich es wieder. Meine Güte, ich habe überhaupt keinen geduldigen Hund. Oder mag sie einfach nicht geströmt werden? Sie möchte eigentlich nur gekrault werden. Beim Auflegen meiner Hände fühlt sie sich offenbar unwohl und eingezwängt. Kurzum: es hat auch beim dritten Mal nicht funktioniert.

Aber ich denke, die Autorin hat nicht ohne Grund den Tipp gegeben:

„Lassen Sie sich nicht entmutigen, starten Sie immer wieder neu!“  (S. 17)

Mein Wirbelwind ist ja gerade einmal 15 Monate alt, da darf man ja auch noch etwas ungeduldig sein, nicht wahr? Insgesamt sehe ich aber eine Chance, dass wir die Heilmethode langfristig nutzen werden. Ich werde es einfach in ein paar Wochen noch einmal ausprobieren und dann weiter berichten.

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Dieses Buch wurde mir freundlicherweise für diese Rezension zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wird dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Kennt ihr schon die neue Auflage meines Havaneserbuches „Kubanischer Wirbelwind?“ Die zweite Auflage ist seit Juli 2016 erhältlich!

Mehr Seiten, mehr Themen, neue Bilder inklusive!

Jetzt für 21,90 Euro im Buchhandel!

Liebe Grüße,
Denise mit Alexa

„Wir entlassen sie in die Welt, damit sie andere Menschen glücklich machen können.“ – Interview mit Silke Lagler von den Havanesern vom Wolfsanger

Hallo ihr Lieben,

ich habe heute wieder ein faszinierendes Interview für euch. Silke Lagler züchtet mit ihrer Familie in Kassel Havaneser (Havaneser vom Wolfsanger). Ich freue mich sehr über die Offenheit, mit der mir Frau Lagler begegnet ist.
In diesem Interview wird sehr deutlich, wie viel Arbeit eine gute, liebevolle Zucht ausmacht! Ich ziehe meinen Hut vor all den Züchtern, die so viel Zeit und Liebe und auch Geld investieren, um den späteren Welpenbesitzern einen Welpen zu übergeben, der mit den besten Voraussetzungen ins Leben gestartet ist.

Ich wünsche euch viel Freude mit dem Interview und den schönen Fotos von den Havanesern vom Wolfsanger!

Habt einen schönen Tag!

Denise

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Jolly June from the Happy Puppy Tower (c) Vera Hoffmann

Frau Lagler, wie sind Sie zum Havaneser gekommen?

Meine Tochter und ich wollten schon lange wieder einen Hund. Da zu der Zeit unser Grundstück noch nicht eingezäunt war, war ziemlich schnell klar, dass er möglichst keinen Jagdtrieb haben sollte. Mein Mann Heiko wollte keinen großen Hund, der „auf den Tisch gucken“ kann, also fanden wir uns relativ schnell in der Gruppe der kleinen Begleithunde wieder. Haaren sollte er auch nicht und so landeten wir beim Havaneser. Da die rassetypischen Eigenschaften und das äußere Erscheinungsbild dem entsprachen, was wir uns vorstellten, fiel die Wahl endgültig auf diese Rasse.

Wann und warum haben Sie sich entschieden zu züchten? 

Es gab viele kleine Schritte auf dem Weg dorthin… Unsere erste Hündin, Jolly, zog bei uns ein in der Vorstellung, sie im gekürzten „Welpenschnitt“ als kleinen, niedlichen Familienhund zu halten. Zu der Zeit ging ich noch an drei halben Tagen im Geschäft meiner Eltern arbeiten und konnte sie mitnehmen. Unter den Kunden fand sie sehr großen Anklang, was sich in dem Moment natürlich hauptsächlich auf ihr Äußeres bezog. Da wir es tatsächlich nie über‘s Herz brachten, sie schneiden zu lassen und sie daher im rassetypischen Zustand war, haben wir es einfach mal gewagt, sie auf einer Rassehundeschau anzumelden, um zu hören, was die Richter als „Fachleute“ von ihr halten. Wir bekamen super Bewertungen, und sind einfach zur nächsten Hundeschau wieder hin. Mehr und mehr kamen wir zu der Überzeugung, dass unsere Jolly rassetypisch im Langhaar-Style bleiben darf. Oft wurden wir auch angesprochen, ob wir nicht mit ihr züchten wollen. Da ich durch meine Teilzeitbeschäftigung die zeitlichen Möglichkeiten hatte, begann ich, die entsprechenden Seminare zu besuchen und mich fortzubilden. Die Zuchttauglichkeitsprüfung und alle entsprechenden tierärztlichen und labortechnischen Untersuchungen bestand sie mit Bravour, also war der Weg geebnet. Im Juli 2015 hörte ich auf zu arbeiten, um mich verstärkt um die Hunde, inzwischen war unsere zweite Hündin (Candy) eingezogen, und die Zucht kümmern zu können.

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Jolly June from the Happy Puppy Tower (c) Vera Hoffmann

Wir haben uns nicht einfach nur mit Erreichtem zufrieden gegeben, sondern gehen unseren Weg immer weiter. Viele Züchter hören beim Erreichen des nationalen oder internationalen Championats mit dem Besuch von Hundeausstellungen auf. Unsere Jolly läuft inzwischen in der „Weltschönheitsklasse“ und Candy hat gerade ihr „Internationales Ehren-Championat Silber“ erhalten, in allen Ausstellungen mit der Bestnote „V1“.

Ein Welpe aus unserem Wurf, Amiro vom Wolfsanger, war so vielversprechend, dass wir ihn seit Beginn an auf die Ausstellungen mitgenommen haben. Nicht nur wir sind begeistert von ihm, sondern auch die Mitaussteller und Richter. Er hat inzwischen alle Championate bis zu seiner Altersgruppe, von der Baby- bis zur Junghund-Klasse, und auf allen Ausstellungen wurde er mit den Bestnoten VV bzw. SG1 bewertet. Dieses Engagement erfordert natürlich viel Zeit, sind wir dadurch doch viele Wochenenden unterwegs.

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Amiro vom Wolfsanger (c) Heiko Lagler

Herzlichen Glückwunsch, das sind ja wirklich tolle Erfolge! Welche Eigenschaften lieben Sie an Havanesern denn besonders?

Wir lieben besonders ihre Menschenbezogenheit, ihre Anpassungsfähigkeit und ihre bedingungslose Liebe. Sie stellen keine besonderen Ansprüche und sind glücklich, wenn sie einfach nur dabei sein dürfen. Ist draußen tolles Wetter, sind sie vergnügt für lange Ausflüge zu haben, wenn es regnet, kuscheln sie am liebsten auf dem Sofa und sind mit ein paar Schritten zufrieden. Alles geschieht vor dem Hintergrund „Frauchen und Herrchen, wo Ihr seid, wollen wir auch sein!“. Wichtig war uns auch, dass sie kinderlieb sind, da meine Tochter zum Zeitpunkt von Jollys Einzug erst sechs Jahre alt war.

Auch wenn Havaneser ähnliche Eigenschaften mitbringen, haben sie doch ganz individuelle Charakterzüge. Mit welchen Hündinnen züchten Sie derzeit? Und welche Eigenschaften zeichnet die jeweilige Hündin aus?

Unser erster Wurf war von Jolly. Sie ist eine sehr sensible und empfindsame Hündin, eben unsere „Prinzessin“. Sie ist sehr vorsichtig und vom Wesen her eher ruhig. Bellen hat sie erst gelernt, als Candy hier eingezogen ist. Candy dagegen ist unser kleiner „Haudegen“, ein richtiger Wirbelwind. Sie ist wilder, forscher und fordernder, jedoch nie ohne ihr freundliches Wesen zu vergessen. Auch Candy darf nach Bestehen der Zuchttauglichkeitsprüfung im nächsten Jahr Babys bekommen. Da wir aber der Meinung sind, dass die Hündinnen in ihrem Wesen „gefestigt“ sein sollten, bevor sie gedeckt werden, haben wir aufgrund ihrer verspielten Art hier etwas länger gewartet.

Eine sehr verantwortungsvolle Entscheidung!
Im Oktober 2015 kam Ihr erster Wurf mit sechs Rüden auf die Welt. Was war der schönste Moment für Sie in dieser ersten Welpenzeit? 

Es gab so viele schöne Momente… die Geburt als solches oder wenn sich die Lider öffnen und man ihnen zum ersten Mal in die Augen schauen kann… was sich durch die ganze Welpenzeit hindurch zog, war das Gefühl des unbedingten Vertrauens, das uns Jolly entgegengebracht hat. Das hat unsere Bindung noch weiter gefestigt.

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Am Wochenende feierten die A-chens ihren ersten Geburtstag! Sind sie nicht hübsch geworden? (c) privat, Havaneser vom Wolfsanger

Wie lange bleiben die Welpen bei Ihnen und was lernen sie in dieser Zeit?

Unseren ersten Wurf haben wir mit 12 Wochen, Anfang Januar, abgegeben. Dabei spielte auch eine Rolle, dass unsere Welpen nicht als „Weihnachtsgeschenke“ unter dem Baum landen sollten. In dieser Zeit sind sie im Wohnzimmer, also mitten in der Familie, aufgezogen worden und haben alle alltäglichen Dinge mitbekommen, Staubsauger, Fernseher, das Silvester-Feuerwerk, Autofahren, Kinderbesuch, uvm. Da der Winter sehr mild war, durften sie ausgiebig den Garten erkunden. Ich habe einen Welpen-Buggy angeschafft und bin mit ihnen spazieren gegangen, damit sie Straßengeräusche wie Autoverkehr und  Straßenbahn oder verschiedene Bodenbeschaffenheiten zur Förderung des Gleichgewichtssinns kennenlernen.

Der Preis eines Havanesers von einem Züchter liegt etwa zwischen 900 und 1.500 Euro. Können Sie den Lesern erzählen, warum die Höhe dieses Preises gerechtfertigt ist?

Natürlich können wir das das! Grundvoraussetzung ist natürlich, eine reinrassige, entsprechend aufgezogene Hündin in optimalem Zustand zu besitzen, d. h. eine hochwertige Ernährung, optimale Pflege, viel Bewegung etc. Sie muss mindestens die entsprechenden Pflicht-Untersuchungen vorweisen können, in der Regel wird darüber hinaus etliches mehr untersucht und hierfür werden lange Wege in Kauf genommen.

Die Hündin muss mit entsprechender Bewertung aus- und zur Zuchttauglichkeitsprüfung vorgestellt werden. Die eigene Ausbildung muss unbedingt stimmen; entsprechende  Seminare sind über ganz Deutschland verstreut und müssen besucht werden. Es gibt kein Buch auf dem Markt, das man nicht irgendwann gelesen hat. Man baut sich ein Netzwerk zu erfahrenen Züchtern auf und bombardiert diese mit Fragen, um aus dem reichhaltigen Pool an Erfahrungen zu partizipieren. An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank Frau Martina Quolke, aus deren Zucht „From the Happy Puppy Tower“ unsere Jolly stammt, und die für mich zu so etwas wie meiner „Mentorin“ geworden ist. Erst dann sollte man einen Wurf überhaupt in Betracht ziehen!

Ein verantwortungsvoller Züchter plant seinen Wurf bereits lange im Voraus… er sucht den passenden Rüden aus, nimmt Kontakt zum Besitzer auf und sieht die Papiere ein. Wenn das alles passt, nimmt man häufig lange Fahrtwege auf sich. Die meisten Hündinnen werden zwei Mal mit einem Tag Pause gedeckt, d. h. man fährt die gesamte Strecke doppelt oder nimmt zwei Übernachtungen im Hotel in Kauf. Der Deckakt als solches kostet bei einem entsprechenden Rüden natürlich auch entsprechendes Geld.

Während der gesamten Trächtigkeit muss die Hündin optimal versorgt und möglichst stressfrei gehalten werden. Die erforderliche Ausstattung muss angeschafft und für Folge-Würfe regelmäßig erneuert werden. Wenn die Geburt naht, steht ein Tierarzt in Rufbereitschaft, falls etwas schief gehen sollte. Ist dann alles gut gegangen, hat man als verantwortungsvoller Züchter einen 24-Stunden-Job.

Ich habe meinen Beruf dafür an den Nagel gehängt und verlasse während der ersten acht Wochen eines Wurfes das Haus nicht. Immer wieder kommt es vor, dass man von Müttern liest, die sich auf einen Welpen drauflegen und ihn dadurch ersticken. Die Welpengewichte müssen kontrolliert und aufgezeichnet werden, um Wachstum oder etwaige Veränderungen beurteilen zu können. Gegebenenfalls werden Welpen mit Welpenmilch aus dem Fläschchen zugefüttert. Die Wurfbox und später der Auslauf müssen den ganzen Tag über sauber gehalten werden, die Waschmaschine und der Trockner laufen quasi rund um die Uhr.

Auch die Welpen müssen optimal ernährt werden, wenn sie langsam von der Mama entwöhnt werden. Ab der vierten Woche geben sich hier die zukünftigen Welpeneltern die Klinke in die Hand. Es stehen Tierarztbesuche an, Impfungen, der Zuchtwart kommt ins Haus, die Chips zur Kennzeichnung müssen gesetzt werden, zwischendurch immer wieder telefonische Rückfragen von möglichen Interessenten. Die kleine Meute muss die Welt kennenlernen dürfen: sie sollen möglichst viel von Anfang an aufnehmen, damit sie sich irgendwann selbstbewusst von Mama trennen und als kleine, gut sozialisierte Welpen den Weg in ein hoffentlich langes und glückliches Leben antreten können. Hinter einem solchen Welpen steckt eben sowohl ein entsprechender Kostenapparat als auch jede Menge zeitlicher Aufwand.

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Candy from the Magic Gryffindor (c) Vera Hoffmann

Ihre Webseite ist wirklich ein Traum! Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass Sie die Entwicklung Ihres A-Wurfes so liebevoll dokumentieren, auch wenn alle bereits ein neues Zuhause gefunden haben. Wie wichtig ist es Ihnen, einen guten Kontakt mit Ihren Welpenfamilien zu haben?

Zuerst einmal danke für das Lob, das zum Großteil meinem Mann gebührt! Der gute Kontakt ist uns enorm wichtig… Wir haben diese kleinen Zwerge für 12 Wochen mit viel Herzblut zum Mittelpunkt unseres Lebens gemacht und den Auszug eines jeden einzelnen beweint. Aber die  Abgabe gehört nun mal zum Züchterdasein dazu.

Wir entlassen sie in die Welt, damit sie andere Menschen glücklich machen können. Über den ständigen Kontakt mit unseren Welpenbesitzern nehmen wir immer noch an ihrem Leben teil und es ist so schön, dass diese Menschen so glücklich und dankbar für diese Hunde sind. Wir sind als Züchter dafür verantwortlich, dass diese Hunde auf der Welt sind, und das ihr ganzes Leben lang und nicht nur bis zur Abgabe! Deshalb ist es für uns selbstverständlich, für alle Fragen oder Probleme stets zur Verfügung zu stehen.

Durch den ständigen Kontakt ist es nie zu einer Hemmschwelle in der Kommunikation gekommen, und so können wir uns weitestgehend darauf verlassen, dass sich unsere Hundeeltern mit ihren Fragen oder Nöten an uns wenden. So kommt z.B. auch mal ein verfilzter Hund zu uns und wird wieder fein  gebürstet, wenn der Besitzer die Fellpflege aus zeitlichen Gründen mal aus den Augen verloren hat. Wäre der Kontakt zwischendurch zum Erliegen gekommen, wäre der Weg zum Scheren beim Hundefrisör der wahrscheinlichere gewesen… und es ist schön für uns zu sehen, wie sie sich weiter entwickeln. Wir freuen uns über jeden Anruf und jedes Foto, das uns erreicht. Die Freude darüber, dass sie sich zu prachtvollen kleinen Havis entwickelt haben, ist viel mehr wert, als der an uns entrichtete Kaufpreis.

Ich danke Ihnen sehr für dieses herrliche Interview, Frau Lagler!

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Candy from the Magic Gryffindor (c) Vera Hoffmann

 Und hier könnt ihr die Havaneser vom Wolfsanger finden:

http://www.havaneser-vom-wolfsanger.de

https://www.facebook.com/havaneser.vom.wolfsanger


Kennt ihr schon die neue Auflage meines Havaneserbuches „Kubanischer Wirbelwind?“ Die zweite Auflage ist seit Juli 2016 erhältlich!

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Liebe Grüße,
Denise mit Alexa

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Fressnapf Welpenclub – Wegbegleiter für frisch gebackene Hundeeltern

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Ein Welpe zieht ein …

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir vor fast 1,5 Jahren Alexa bei der Züchterin abgeholt haben. Ein kleines Wollknäuel, neugierig und ängstlich zugleich, dem man bei seinen Erkundungstouren den ganzen Tag zuschauen könnte. Die ersten Wochen sind sowohl für den Welpen als auch für die „neuen Eltern“ etwas ganz Besonderes. Man stellt sich aufeinander ein, man spielt miteinander, erkundet gemeinsam die Nachbarschaft und schließt neue Freundschaften.

Geht es meinem Welpen gut?

Doch inmitten der Freude über den Welpen mischt sich auch immer diese Ungewissheit: Frisst mein Welpe genügend? Warum ist der Kot so klebrig? Ab wann darf ich ihn allein lassen? Warum verhält er sich so komisch?
Auch wenn man bereits einen Hund hatte, gibt es immer wieder eine Situation, in der man unsicher ist und nicht weiß, wie man sich verhalten sollte. Ich kenne solche Situationen nur zu gut, denn jeder Hund ist so individuell in seinem Charakter, dass man auch als erfahrener Hundebesitzer ratlos sein kann. Die Hundetrainerin in der Hundeschule oder auch die Tierärztin sind gute Ansprechpartner, doch nicht immer stehen diese zur Verfügung.

Fressnapf hat sich deshalb schon vor längerer Zeit etwas Tolles ausgedacht: den Fressnapf Welpenclub!

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Der Fressnapf Welpenclub – Ein kostenloser Wegbegleiter für euch und euren Welpen

In den ersten Monaten eures gemeinsamen Weges unterstützt der Fressnapf Welpenclub euch und euren Welpen in allen wichtigen Fragen. Ihr findet spannende Artikel zu den Themen Gesundheit & Pflege, Erziehung, Ernährung oder Mensch & Hund auf der Homepage oder in den Newsletterbeiträgen. Ihr findet darin jede Menge Anregungen und Ratschläge für das Zusammenleben mit eurem vierbeinigen Liebling. Ihr werdet sogar über fällige Termine informiert, sei es zum Impfen oder wenn es darum geht, das Futter umzustellen.

Besonders toll finde ich die Möglichkeit, sich bei Fragen zur Gesundheit, Erziehung etc. an das Expertenteam wenden zu können. (Ihr müsst eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.)

Wer darf mitmachen?

Im Welpenclub von Fressnapf werden alle Welpen bis 6 Monaten aufgenommen. Sind die Hunde einmal angemeldet, können sie Mitglied bleiben. Ältere Hunde werden aber nicht neu aufgenommen.

Sichert euch ein Begrüßungsgeschenk!

Nach eurer Anmeldung erhaltet ihr einen Gutschein für ein exklusives Willkommenspaket. Laut Homepage des Welpenclubs dauert dieser Vorgang etwa 14 bis 20 Tage. Ihr könnt es dann gemeinsam mit eurem Welpen in der nächsten Fressnapf-Filiale abholen. 🙂

Das sind die Vorteile des Welpenclubs

Neben einem tollen Begrüßungsgeschenk erwarten euch noch die folgenden Vorteile:

  • Die Mitgliedschaft ist kostenlos.
  • Experten beantworten eure Fragen (Welpenclubhotline, Tierarzt-Team)
  • Geschenke zu besonderen Anlässen
  • Gutscheine und Coupons 
  • Gewinnspiele
  • Mitmachaktionen
  • Newsletter
  • Spannende Artikel mit wertvollen Tipps
  • Facebook-Gemeinde zum Austausch
  • Kündigung ist jederzeit möglich

Ihr seid gerade stolze Hundeeltern geworden? Dann registriert euch online und freut euch auf jede Menge Informationen, Geschenke und Spaß! Alternativ könnt ihr euch bei eurem Fressnapf vor Ort anmelden. Fragt einfach nach einem Anmeldeformular.

Hier findet ihr den Fressnapf Welpenclub im Internet:

Homepage

Facebook

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Werbebeitrag, der jedoch auf meiner eigenen Meinung beruht. 

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„Havaneser zaubern jedem ein Strahlen ins Gesicht“ – Interview mit Ulrike Schneider von den Funny Goblins Havanesern

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(c) Funny Goblins‘ Havaneser

Hallo ihr Lieben,

heute darf ich euch wieder ein wunderschönes Interview zeigen. Dieses habe ich mit Frau Schneider von den Funny Gobelins‘ Havanesern geführt. Ich bin so begeistert, wie viel Liebe sie in ihre Zucht steckt. Ihr werdet dies in dem Interview, das ich mit ihr führen durfte, sicher auch merken.

Lest selbst und freut euch auf zuckersüße Welpenfotos!

Liebe Grüße,

Denise

Interview mit Ulrike Schneider von den  Funny Gobelins‘ Havanesern aus dem Sauerland

Liebe Frau Schneider, es heißt, „bei einem Havi bleibt es selten“. Bei Ihnen war es nicht anders. 2005 kam Ihre erste Hündin Nona zu Ihnen, danach folgte der Rest der Havibande. Wann und warum haben Sie sich entschieden, zu züchten?

Als wir 2005 unsere kleine Nona holten, waren wir vom ersten Moment an total verliebt in die süße Maus. Dann ging es uns so, wie es den meisten Hundebesitzern geht, wir fanden unsere Nona einfach traumhaft schön. Außerdem war sie von robuster Natur und vom Charakter einfach liebenswert. So kamen wir irgendwann auf den Gedanken, vielleicht einen Wurf mit ihr zu haben, um ein Baby daraus zu behalten. Fortan beschäftigten wir uns intensiv mit dem Thema Zucht. Wir merkten bald, dass doch viel mehr dahinter steckt, wenn man gesunde Welpen züchten will. Wir haben Kontakt zu anderen Züchtern gesucht, haben Züchterseminare besucht und viel gelesen. Schließlich haben wir unsere Nona erfolgreich ausgestellt und natürlich auch alle erforderlichen Gesundheitsuntersuchungen gemacht. 

Nun waren wir für unseren ersten Wurf weitestgehend gewappnet. Trotzdem kommt, wie so oft, alles anders als gedacht. Nona erwartete nur einen Welpen. Wir waren sehr aufgeregt und stellten uns auf eine schwierige Geburt ein. Zum Glück ging doch noch alles gut. Unsere Apple wurde geboren und blieb bei uns, obwohl schon früh zu sehen war, dass sie nicht zuchttauglich werden würde. Wir hätten es niemals übers Herz gebracht, unseren ersten Welpen abzugeben.

Wenn man einmal angefangen hat zu züchten und dieses Wunder der Geburt und diese kleinen Lebewesen mit all seiner Liebe aufgezogen hat, dann kann man wohl schlecht aufhören damit. Für uns stand nach dem zweiten Wurf 2008 fest, dass wir noch eine zweite Zuchthündin wollten. So dauerte es nicht lange, und Chelsea zog ein. Bald folgten dann noch Luby Lou, Bert und unsere innigst geliebte, verstorbene Roxanne. Aus Chelseas letztem Wurf haben wir die kleine Milka behalten. Wir hoffen, dass mit ihr unsere Zucht im nächsten Jahr weitergeht.

Welche Eigenschaften lieben Sie an Havanesern?

Ich liebe ihr freundliches und überschwängliches Wesen. Sie zaubern jedem ein Strahlen ins Gesicht. Sie sind aber nicht immer wild und ungestüm, sie können auch ganz ruhig und ausgeglichen und auch sensibel sein. Ich arbeite mit psychisch kranken Menschen und ein Teil unserer Hunde eignet sich prima als „Therapiehund“. Sie haben ein sehr feines Gespür dafür, wie sie mit Menschen umgehen müssen und wer sie gerade ganz besonders braucht. 

Zuhause sind unsere Hunde alle richtige Kuschelbären. Oft merkt man aber auch überhaupt nicht, dass sechs Hunde im Haus leben, weil alle auch gerne mal gemütlich in ihren Körbchen chillen.

Auch wenn Havaneser ähnliche Eigenschaften mitbringen, haben sie doch ganz individuelle Charakterzüge. Mit welchen Hündinnen züchten Sie derzeit? Und welche Eigenschaft zeichnet die jeweilige Hündin aus?

Momentan haben wir keine Zuchthündin mehr. Unsere Zukunftshoffnung ist die kleine Milka, die jetzt 13 Monate alt ist. Sie ist die Tochter von Chelsea. An Chelsea schätze ich, dass sie eine so sensible Hündin ist, die mich ab und an gerne zur Arbeit begleitet. Sie ist super aufgeschlossen und liebt alle Menschen. Sie springt gerne bei jedem auf den Schoß und lässt sich beschmusen. 

Milka hat einige ähnliche Züge von ihrer Mutter übernommen. Allerdings ist sie etwas lebhafter und unglaublich neugierig. Sie bringt uns sehr viel zum Lachen und ist unser kleiner Sonnenschein.

Ist es richtig, dass Sie pro Jahr einen Wurf planen?

Wir haben bei mehreren Zuchthündinnen auch schon mal zwei Würfe im Jahr gehabt. Wir belegen unsere Hündinnen nicht zweimal hintereinander. So ist fast immer ein Abstand zwischen zwei Würfen von knapp anderthalb Jahren. Wenn wir einen Wurf haben, müssen wir alles genau planen. Mein Mann ist selbstständig und auch ich kann die Arbeitszeiten meiner Teilzeitstelle weitestgehend selbst gestalten. Es muss einfach gewährleistet sein, dass immer einer Zuhause ist. Zum Glück springen auch meine Eltern gerne ein, wenn mal Not am Mann ist. Mein Mann und ich nehmen getrennt Urlaub, so klappt das bisher immer gut mit der Betreuung. 

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Der Preis eines Havanesers von einem Züchter liegt etwa zwischen 900 und 1.500 Euro. Können Sie den Lesern erzählen, warum die Höhe dieses Preises gerechtfertigt ist?

Damals, 2005 als wir Nona holten, war ich auch erschrocken über die hohen Preise. Ich dachte, der Züchter verdiene sich eine goldene Nase. Wenn man selber mal dahinter blickt, wie viel Liebe, Zeit und Geld in einer seriösen Zucht steckt, dann sieht man das natürlich anders. 

Da ist an erster Stelle das Muttertier. Die Hündin muss auch erst einmal gekauft werden, sie muss gesund ernährt werden und alle erforderlichen tierärztlichen Untersuchungen bekommen. Sie wird auf Ausstellungen gefahren, damit auch ihr Aussehen als rassetypisch bescheinigt wird. 

Hat sie dann mit etwa anderthalb Jahren die Zuchtzulassung bekommen und ist sie frei von PL und Augenkrankheiten, geht man auf die Suche nach einem geeigneten Deckrüden, der auch Geld kostet und oft nicht um die Ecke wohnt.

In der Mitte der Trächtigkeit gehen wir zum Ultraschall, um zu sehen, ob es geklappt hat und wie viele Welpen ungefähr erwartet werden. Ab diesem Zeitpunkt wächst mal wieder die homöopathische Apotheke im Haus. Neue Bettchen, Spielzeuge, etc. werden angeschafft.

Zwei Wochen vor dem Geburtstermin lasse ich die Hündin nicht mehr allein.

Sind die Welpen geboren, schlage ich mein Nachtquartier im Wohnzimmer neben der Wurfkiste auf. Tag und Nacht ist immer jemand da. Wenn es Mama und Babys gut geht, dürfen die Welpenfamilien nach ca. 14 Tagen zu Besuch kommen. Meistens kommen die Familien wöchentlich, um an der Entwicklung der Kleinen teilhaben zu können. Der kleine Welpe wird jetzt schon ein Familienmitglied. Es ist immer schön zu beobachten, wie sehr die kleinen Mäuse ihre Familien bei der Abgabe schon kennen. Das macht den Abschied für den Welpen und auch für mich etwas leichter.

Ich möchte jetzt nicht weiter auf alle möglichen Kosten, die ein Welpe verursacht eingehen. Genannt seien nur die Wurfabnahme durch die Zuchtwartin, die Gesundheitsuntersuchung und Impfung durch den Tierarzt und die Erstausstattung für die Welpenfamilien. Das alles kostet nicht gerade wenig. Uns ist es wichtig, Mutter und Welpen eine bestmögliche Ernährung zu geben, damit die Kleinen einen optimalen Start ins Leben haben.

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Was tun Sie, um die Welpen bestmöglich auf das Leben vorzubereiten?

Unsere Welpen sind von Anfang an immer mitten in der Familie und mitten im Hunderudel. Wir haben kein separates Welpenzimmer, sondern ziehen die Kleinen im Wohnzimmer auf. Ich persönlich finde es einfach wichtig, dass die Mutterhündin immer in meiner Nähe ist. Auch die Kleinen profitieren davon. So nehmen sie, wenn sie hören und sehen können, alles als selbstverständlich wahr. Sobald die Welpen anfangen zu laufen, wird ihr Gehege ihren Bedürfnissen angepasst. Mit ca. fünf Wochen steht ihnen unser Wohnzimmer und unsere Küche für erste Erkundungen zur Verfügung. Das Gehege gibt es dann nur noch nachts.

Die Kleinen werden, sobald sie laufen können, auch an draußen gewöhnt. Erst nur ganz kurz, werden die Zeiten schnell immer länger. Im Sommer verbringen wir die meiste Zeit mit den Hunden in unserem welpensicher eingefriedeten Garten.

Auch hier haben wir keinen abgetrennten Bereich, damit die Kleinen alles erkunden und im Bedarfsfall immer „Zuflucht“ bei uns suchen können. Da wir immer sehr viel Besuch während der Welpenzeit haben, lernen die Kleinen Menschen aller Art kennen und lieben. Da sie immer mit dem ganzen Rudel zusammen sind, werden sie auch von allen erzogen, so dass sie schnell die passenden Strategien im Umgang mit der jeweiligen „Tante“ oder mit „Onkel“ Bert kennen lernen.

Worauf legen Sie bei Ihren Welpenkäufern Wert?

Wir möchten von den Welpenleuten keinen Gehaltsnachweis und sie müssen auch keine Hausbesitzer sein. Wir verlangen nicht, dass jemand nicht berufstätig ist und haben auch kein Höchstalter für Welpenkäufer. Mir geht es vielmehr um ein Gefühl, das ich habe. Spürt man die Liebe zum Hund? Eigentlich braucht man ja nur Liebe und Zeit, um einem kleinen Schatz bei sich aufzunehmen. Wenn dieses Gefühl stimmt, die Betreuung geregelt ist und mein Mann und ich glauben, dass dort ein Hund von uns hinpasst, dann freuen wir uns darauf, die Leute näher kennen zu lernen und mit ihnen die wunderbare Zeit der Vorfreude und der Welpenaufzucht zu teilen.

Haben Sie bereits Interessenten abgelehnt? Warum?

Eigentlich melden sich bei uns meist nur sehr nette Menschen. Trotzdem ist es schon einmal vorgekommen, dass eine Familie sehr wilde Kinder hatte und die Eltern nicht eingegriffen haben, als die Kinder sehr wild mit unseren Hunden umgingen. Da waren wir der Meinung, dass dort ein Hundewelpe nicht hingehört. In einem anderen Fall ging es um eine Familie, die ständig zwischen verschiedenen Welpen umschwenkte und wir uns dann nicht mehr sicher waren, ob das die richtige Familie sein würde. Im Nachhinein war diese Entscheidung richtig, denn die Familie hatte sich bei vielen Züchtern Welpen reserviert.

Sie veranstalten jährlich ein Welpentreffen der Funny Goblins Havaneser. Was schätzen Sie an diesen Treffen besonders?

Wir freuen uns jedes Mal riesig, unsere Welpen wiederzusehen. Natürlich freuen wir uns auch auf die dazugehörigen Familien, auf die Gespräche, wie das Familienleben sich mit dem Hund verändert hat. Auch freut es uns zu sehen, wie alle Familien miteinander reden und lachen und wie Freundschaften durch die Hunde entstehen. Irgendwie ist man wirklich eine Familie.

Hat sich das Züchten Ihrer Beobachtung nach im Laufe der Jahre verändert? Gibt es etwas, das Sie stört?

Ich mag die kräftigeren und auch etwas größeren Havis sehr gerne. Leider sieht man immer mehr zarte und kleine Havaneser. Laut Rassestandard sollte der Havaneser aber niederläufig und kräftig sein, und da finde ich es schon schade, dass vermehrt mit kleinen Vertretern der Rasse gezüchtet wird. Außerdem habe ich etwas Angst, dass die Fixierung auf Modefarben einer Rasse nicht gut tun kann, denn es wird dann vielleicht nicht mehr mit dem besten Hund aus einem Wurf gezüchtet, sondern mit dem farblich interessantesten.

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Wo kann man Sie im Internet finden?

Unter der Adresse www.funnygoblins.de

Gibt es noch Social Media Seiten?

Ja, bei Facebook sind wir unter „Funny Goblins Havaneser“ zu finden. Aber unsere Seite ist dort etwas vernachlässigt worden, weil wir durch eine Baumaßnahme momentan wenig Zeit haben. Bilder unserer Welpen von der Geburt bis zur Abgabe haben wir außerdem immer auf Picasa eingestellt. Doch diesen Dienst gibt es ja leider nicht mehr. Unser Albumarchiv ist aber beim Picasa-Nachfolger „Google Fotos“ zu finden – und zwar unter https://get.google.com/albumarchive/114530529575677674368 .

Vielen lieben Dank für dieses wunderschöne Interview und die tollen Fotos, die ich nutzen durfte, Frau Schneider!

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Liebe Grüße,
Denise mit Alexa

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